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Landwirtschaft30. August 2026

Bodenverbesserungen machen Felder im Berner Seeland wieder fruchtbarer

Im Berner Seeland werden abgesunkene Torfböden gezielt mit mineralischem Material stabilisiert. Erste Erfahrungen zeigen, dass sich die Fruchtbarkeit deutlich verbessern kann – zugleich wird diskutiert, wo solche Eingriffe sinnvoll sind.

Im Berner Seeland sinken viele ehemalige Moor- und Torfböden seit Jahrzehnten ab. Auf einzelnen Flächen versuchen Landwirte deshalb, die Böden gezielt zu verbessern. Bei einem Feld bei Gals wurde mineralisches Material aus Bauaushub mit dem Torfboden vermischt und das Gelände neu aufgebaut.\n\nLandwirt Ueli Kirchhofer zeigt sich mit dem Ergebnis zufrieden. Auf dem behandelten Feld wachsen gesunde Kartoffeln, deren Qualität er positiv beurteilt. Rund 20 Hektar wurden dort bereits aufgewertet, weitere Flächen sollen folgen. Das Projekt wurde anfangs stark vom Bund unterstützt; inzwischen wird es unter anderem über Deponiegebühren und Beiträge der Grundeigentümer finanziert.\n\nBodenkundler Matthias Stettler begleitet die Arbeiten und sagt, die Böden seien nach wenigen Jahren überraschend fruchtbar. Gleichzeitig betont er, dass solche Verbesserungen nicht flächendeckend möglich sind. Geeignetes mineralisches Material ist begrenzt, und nicht jeder Standort eignet sich für diese Form der Aufwertung.\n\nAuch Umweltverbände weisen darauf hin, dass vernässte Flächen wertvolle Lebensräume sein können. Deshalb wird diskutiert, wo Bodenverbesserungen sinnvoll sind und wo andere Formen der Landwirtschaft besser passen. Das Beispiel zeigt damit sowohl die Möglichkeiten als auch die Grenzen technischer Eingriffe in landwirtschaftliche Böden.

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