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Kultur & Tradition24. August 2026

Samoa stärkt den Schutz seiner traditionellen Tatau-Kultur

UNESCO unterstützt Samoa dabei, die traditionelle Tätowierkunst Tatau gemeinsam mit Praktizierenden und Gemeinschaften zu dokumentieren und weiterzugeben. Das Wissen soll in den Händen der Gemeinschaften bleiben und an kommende Generationen weitergegeben werden.

Die traditionelle samoanische Tätowierkunst Tatau ist weit mehr als dekorative Körperkunst. Sie verbindet spezialisiertes handwerkliches Wissen, soziale Werte, Rituale und kulturelle Bedeutungen, die innerhalb der Gemeinschaft über Generationen weitergegeben werden.

UNESCO unterstützt Samoa nun bei der Vorbereitung einer möglichen Aufnahme von Tatau Samoa in die Liste des dringend schutzbedürftigen immateriellen Kulturerbes. Entscheidend ist dabei ein gemeinschaftsorientierter Prozess.

Traditionelle Tätowierer, lokale Gemeinschaften und staatliche Stellen sollen gemeinsam dokumentieren, wie die Praxis vermittelt wird, welche Kenntnisse dazugehören und welche Bedingungen ihre Weitergabe erschweren oder fördern.

Parallel arbeitet Samoa an rechtlichen Grundlagen zum Schutz von Kulturerbe und traditionellem Wissen. Dafür wurden auf den Inseln Upolu und Savai'i breite Konsultationen mit Gemeinschaften, traditionellen Autoritäten und Kulturschaffenden durchgeführt.

Der Ansatz stellt die Trägerinnen und Träger der Tradition in den Mittelpunkt: Nicht Aussenstehende sollen festlegen, wie Tatau bewahrt wird, sondern die Gemeinschaften selbst sollen über geeignete Formen der Weitergabe entscheiden.

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