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Natur & Umwelt27. August 2026

Europa setzt stärker auf Lösungen mit der Natur

Mehr als 450 Fachleute tauschten sich über Projekte mit Feuchtgebieten, Stadtgrün und naturnahen Landschaften aus. Die Beispiele zeigen, wie natürliche Prozesse Lebensräume verbessern und Gemeinden widerstandsfähiger machen können.

In Rennes kamen mehr als 450 Fachleute aus Kommunen, Forschung, Landwirtschaft, Verwaltung und Praxis zusammen. Im Mittelpunkt standen sogenannte naturbasierte Lösungen – also Ansätze, bei denen natürliche Prozesse genutzt werden, um Landschaften und Siedlungen lebenswerter und widerstandsfähiger zu machen.

Dazu gehören beispielsweise wiederhergestellte Feuchtgebiete, mehr Stadtgrün oder naturnähere Landschaften. Solche Massnahmen können Wasser zurückhalten, Lebensräume schaffen und gleichzeitig Menschen zugutekommen.

Mehrere europäische LIFE-Projekte stellten ihre Erfahrungen vor. Dabei wurde deutlich, dass die technische Idee allein nicht genügt. Landbesitzer, Gemeinden, Landwirtschaft und Bevölkerung müssen früh beteiligt werden, damit Projekte langfristig funktionieren.

Naturbasierte Lösungen unterscheiden sich von rein technischen Eingriffen dadurch, dass sie Ökosysteme nicht nur schützen, sondern ihre eigenen Funktionen nutzen. Ein Feuchtgebiet kann beispielsweise zugleich Lebensraum und natürlicher Wasserspeicher sein.

Die EU möchte erfolgreiche Beispiele stärker miteinander vernetzen. Aus einzelnen Projekten sollen Methoden entstehen, die auch andere Regionen übernehmen und an ihre Bedingungen anpassen können.

Die Veranstaltung zeigte damit einen Ansatz, bei dem Naturschutz nicht als Gegensatz zu menschlichen Bedürfnissen verstanden wird, sondern als Möglichkeit, beides miteinander zu verbinden.

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