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Bildung26. August 2026

Uster setzt auf ausgewogenere Schulklassen

Ein computergestütztes Zuteilungssystem soll Kinder in Uster sozial ausgewogener auf Schulen und Klassen verteilen. Dabei werden keine individuellen Steuerdaten verwendet, sondern anonymisierte Angaben zu Strassenabschnitten und Quartieren.

Die Stadt Uster versucht, Kinder mit unterschiedlichen sozialen und sprachlichen Hintergründen ausgewogener auf ihre Primarschulen und Klassen zu verteilen. Dafür wird seit zwei Jahren ein computergestütztes Zuteilungssystem eingesetzt.\n\nBei der Einteilung werden zunächst praktische Faktoren wie freie Plätze und zumutbare Schulwege berücksichtigt. Danach versucht das System, eine bessere soziale Durchmischung zu erreichen. Grundlage sind unter anderem anonymisierte statistische Informationen über Strassenabschnitte und Quartiere. Individuelle Steuerdaten einzelner Familien werden laut den Verantwortlichen nicht verwendet.\n\nDie Stadt reagiert damit auf ein bekanntes Problem: Je nach Wohnquartier unterscheiden sich die sozialen Voraussetzungen der Kinder stark. Schulen mit vielen fremdsprachigen Kindern oder vielen Familien mit weniger Ressourcen stehen teilweise vor zusätzlichen Herausforderungen.\n\nDas in Uster verwendete Verfahren wurde vom Forschungsunternehmen Ville Juste entwickelt und wird inzwischen auch in weiteren Gemeinden in mehreren Kantonen eingesetzt. Ziel ist nicht, Unterschiede vollständig auszugleichen, sondern die Zusammensetzung von Schulen und Klassen weniger stark vom Wohnort abhängig zu machen.

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